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Usedom

Anreise & beste Reisezeit

Wann sich die Räder lohnen und wie du am besten in die Region kommst.

Anreise

Beste Reisezeit, Sonnenstunden und Anreise über A20 und A11

Strandkörbe am Ostseestrand im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne
Strandkörbe im Abendlicht

Die Motorradsaison auf Usedom läuft im Kern von Mai bis September. Im Frühsommer ist die Insel am angenehmsten zu fahren: die Tage sind lang, das Land grün, und der große Touristenstrom hat noch nicht eingesetzt. Hochsommer bedeutet warmes Badewetter, aber auch volle Kaiserbäder, Stau an den Brücken und schwer zu findende Parkplätze. Der September bringt mildes Licht, ruhigere Straßen und die längeren Schatten der Bäderarchitektur. Dazu kommt ein Vorteil, der über die ganze Saison trägt: Als Sonneninsel zählt Usedom nach langjährigen Statistiken mit rund 1.900 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands.

Das Wetter ist maritim und wechselhaft. An der offenen Ostseeseite ist es fast immer windiger und kühler als im Achterland, Schauer ziehen schnell durch, und ein sonniger Morgen schlägt nicht selten in einen nassen Nachmittag um. Wer hier fährt, packt grundsätzlich Regenkombi und eine winddichte Zwischenschicht ein, auch im Hochsommer. Der Wind ist der ständige Begleiter: auf den Brücken, an den Steilküsten und auf den offenen Abschnitten muss man mit Seitenböen rechnen.

Anreise

Usedom erreicht man mit dem eigenen Motorrad über zwei Klappbrücken; eine Autofähre auf die Insel gibt es nicht. Diese beiden Zufahrten sind zugleich das Nadelöhr der Insel.

  • Über Wolgast (B111): Aus Richtung Westen über die A20 bis zur Abfahrt Richtung Wolgast, dann auf der B111 über die Wolgaster Peenebrücke auf die Insel. Dies ist die nördliche und meistgenutzte Zufahrt.
  • Über Anklam (B110): Aus Richtung Süden über die A20 bis Anklam, dann auf der B110 über die Zecheriner Brücke auf die Insel. Die südliche Zufahrt ist oft die ruhigere Alternative.
  • Aus Berlin: über die A11 Richtung Stettin, dann über die B109 und B110 Richtung Anklam und Zecheriner Brücke.
  • Aus Polen: über den Übergang in Świnoujście direkt in den Inselsüdosten.

Zwei Dinge noch zur Ausrüstung: Bei Wind und Küstenwetter ist eine Schicht zu viel im Gepäck besser als eine zu wenig. Und Tankstellen stehen zwar entlang der B111 und in den größeren Orten dicht genug, im Achterland dagegen praktisch nicht – wer dorthin abbiegt, füllt vorher auf.

Die Karniner Hubbrücke

Ein eigenes Kapitel ist die Karniner Hubbrücke bei Kamp im Inselsüdwesten. Die 1933 errichtete Eisenbahn-Hubbrücke war einst die modernste ihrer Art in Europa und verband das Festland mit der Insel. In den letzten Kriegstagen wurden die anschließenden Bogenbrücken gesprengt, der hochgefahrene Hubteil blieb stehen und ragt seither als rostendes technisches Denkmal aus dem Wasser – heute ein Brutplatz für Seevögel und ein weithin sichtbares Fotomotiv.

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