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Usedom

Streckensperrungen Usedom

3 gemeldete Sperrungen auf Usedom – mit voraussichtlichem Ende, dazu Streckenzustand und Gefahrenstellen.

Aktuell gesperrt

Strecke / StelleWas & warumBis wann
B 111 Peenebrücke Wolgast (Festland – Usedom)Eine der beiden Straßenzufahrten auf die Insel. Sommerfahrplan 16. März bis 15. Oktober: Öffnung um 5.45, 7.45, 12.45, 17.45 und 20.45 Uhr, zusätzlich 23.45 Uhr von Juni bis September nur bei Bedarf der Berufsschifffahrt. Zwischen 15. Mai und 4. September 2026 erfolgt der Mittagszug um 12.50 Uhr. Je Brückenzug ist die B 111 laut Landesamt für Straßenbau und Verkehr M-V in der Regel bis zu 30 Minuten gesperrt.mehrmals täglich
B 110 Peenebrücke Zecherin (Anklam – Usedom)Die zweite Straßenzufahrt auf die Insel. Im Sommerbetrieb 20. April bis 30. September 2026 öffnet die Brücke täglich um 5.45, 8.45, 12.45, 16.45 und 20.45 Uhr. Mit dem jeweiligen Brückenzug ist die B 110 laut Landesamt für Straßenbau und Verkehr M-V maximal 20 Minuten für den Straßenverkehr gesperrt.fünfmal täglich
B 111 Wolgast und B 110 Zecherin – WinterfahrplanVom 16. Oktober bis 15. März gelten reduzierte Klappzeiten: Wolgast öffnet um 5.45, 8.45, 12.45 und 17.45 Uhr, der Zug um 20.45 Uhr nur für die Berufsschifffahrt nach Anmeldung. In Zecherin entfällt die Öffnung um 5.45 Uhr, der Zug um 16.45 Uhr erfolgt nur nach Anmeldung. Zusammenstellung des Landkreises Vorpommern-Greifswald.Oktober–März

Stand: 30.07.2026 · Tagesaktuelle Lage vor der Tour über den Verkehrswarndienst prüfen.

Streckenlage

Alleen, Pflaster und Klappbrücken: der Streckenzustand auf Usedom

Usedom ist ein Revier fürs Rollen, nicht fürs Heizen. Kurvige Pässe gibt es nicht – die Insel ist flach, höchster Punkt ist der Golm im Südosten mit rund 69 Metern. Den Fahrcharakter bestimmen lange Alleen, Ortsdurchfahrten mit Tempo 30, Kopfsteinpflaster in den alten Bäderorten und der ständige Küstenwind. Das Risiko liegt in der Unterschätzung: Eine schnurgerade Allee verleitet zum Aufdrehen, dahinter folgt aber regelmäßig eine enge Ortseinfahrt, ein Bahnübergang der Usedomer Bäderbahn oder eine Radfahrer-Kolonne. Wer vorausschauend fährt und Stopps einplant, kommt hier weiter als der Schnellere.

Strandkörbe am Ostseestrand im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne
Strandkörbe im Abendlicht

Die wichtigste Lebensader der Insel ist die B111. Sie kommt vom Festland über die Wolgaster Peenebrücke auf die Insel und zieht sich als Rückgrat über Zinnowitz, Zempin, Koserow und Bansin bis in die Kaiserbäder Heringsdorf und Ahlbeck. Die zweite Zufahrt liegt im Süden: Die B110 führt von Anklam über die Zecheriner Brücke und durch Usedom-Stadt auf die Insel. Wer abseits dieser beiden Achsen fährt, landet auf ruhigen Landstraßen durchs Achterland und den Lieper Winkel – schmal, alleegesäumt und oft mit grobem Belag. Dort begegnet man kaum noch jemandem, auch mitten in der Saison.

Die Alleebäume sind landschaftlich ein Genuss und fahrtechnisch das größte Risiko. Mächtige Eichen, Linden und Kastanien stehen oft unmittelbar am Fahrbahnrand, ohne nennenswerten Auslauf. Wer hier stürzt oder ausweichen muss, hat keinen Puffer zum Stamm. Hinzu kommt der schnelle Wechsel aus Licht und Schatten unter den Kronen, der Bodenwellen, nasses Laub oder Wild schlecht erkennbar macht. Auf Alleestrecken zählen deshalb Abstand zur Außenkante und ein deutlich reduziertes Tempo – vor allem bei tiefstehender Sonne, die durch die Blätter blendet.

  • Bahnübergänge der Bäderbahn: Die Usedomer Bäderbahn begleitet die Inselachse über weite Strecken, entsprechend häufig kreuzen Gleise die Straße. Quer zur Fahrtrichtung liegende Schienen werden bei Nässe glatt – möglichst rechtwinklig und ohne abrupte Lenk- oder Bremsbewegungen darüberfahren.
  • Kopfsteinpflaster: In den historischen Ortskernen, auf Hofzufahrten und manchen Ortsdurchfahrten liegt altes Pflaster. Nass ist es spiegelglatt, vor allem in Kurven und beim Aufsetzen des Fußes an der Ampel. Ein wegrutschender Stiefel im Stand ist eine der häufigsten Sturzursachen überhaupt.
  • Seitenwind an der Küste: Usedom ist eine windexponierte Insel. Auf den offenen Abschnitten an der Ostseeseite, auf Dämmen und an den Brücken drückt der Wind böig von der Seite. Beim Verlassen des Windschattens von Baumreihen, Leitplanken oder Lkw ändert sich die Lage schlagartig – Lenkimpuls dosieren, nicht verkrampfen, Abstand halten.
  • Wild im Achterland: Im bewaldeten Hinterland, im Naturpark und in der Dämmerung ist Wildwechsel ein reales Thema. In der Morgen- und Abenddämmerung das Tempo reduzieren und die Waldränder im Blick behalten.
  • Saison-Stau an den Brücken: Beide Inselzufahrten sind Klappbrücken, die mehrmals täglich für die Schifffahrt öffnen und dann für den Straßenverkehr gesperrt sind. An sonnigen Wochenenden staut sich der Verkehr zusätzlich. Wer die Öffnungszeiten kennt und einplant, spart sich den Stillstand.

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